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Veranstaltung zur Novemberrevolution 1918

Veranstaltung

Titel:
Veranstaltung zur Novemberrevolution 1918
Wann:
Sa, 10. November 2018, 18:30 h
Wo:
Linkes Zentrum Lilo Herrmann - Stuttgart, Deutschland
Kategorie:
Haupt

Beschreibung

Die erst gewonnene und dann verspielte Macht des Volkes ...
Wer hat was falsch gemacht?
Aus den Erfahrungen lernen für den nächsten Anlauf!

Veranstaltung der DKP mit Beate Landefeld

Achtstundentag, Betriebsräte, allgemeines und Frauenwahlrecht sind Errungenschaften von 1918. Am Ende des Ersten Weltkriegs war eine Bevölkerungsmehrheit des Gemetzels und Hungerns für Kaiser, Adel und Kapital müde und der Großteil der Arbeiterklasse stellte den Kapitalismus infrage.

Revolution in Stuttgart...
Am 4. November marschierte die Daimler-Belegschaft, geführt von Kommunisten des Spartakus-Bundes, von Untertürkheim zusammen mit den Soldaten der Raitelsberg-Kaserne zum Innenministerium, um die Forderungen der Revolutionäre zu präsentieren. Boschler von Feuerbach, Arbeiter aus anderen Betrieben und Soldaten der Rotebühlkaserne schlossen sich an. Der rasch gebildete Arbeiter- und Soldatenrat wählte den jungen Spartakisten Fritz Rück zum Vorsitzenden. Überall sonst im Reich herrschte noch Ruhe.

...und in ganz Deutschland Am 9. November brach die Revolution reichsweit aus. Aber eine gut organisierte und klare Führung fehlte: Die KPD wurde erst zum Jahreswechsel 1918/19 gegründet! Die rechte SPD-Führung genoss immer noch das Vertrauen der Arbeitermehrheit, war in Worten für den Sozialismus, aber kungelte mit der kaiserlichen Generalität und den Unternehmerverbänden; sie ließ rechtsradikale Freiwilligen-Verbände („Freikorps“) schwer bewaffnen, um die Revolution niederzuschießen. Am 15. Januar 1919 wurden auf Geheiß von SPD-Minister Noske Rosa Luxemberg und Karl Liebknecht ermordet. Auch in Stuttgart gab es Tote.

Die Novemberrevolution ist als sozialistische gescheitert, aber auch als bürgerlichdemokratische blieb sie auf halber Strecke stecken: Kaiser und Fürsten mussten abdanken, aber der kaiserliche Staatsapparat blieb intakt.
Die „Freikorps“ bildeten später das militärische Rückgrat des Hitlerfaschismus. So rächte sich auch für Sozialdemokraten der doppelte Verrat ihrer Führung! Jeder halben Revolution folgt eben eine ganze Konterrevolution.


Veranstaltungsort

Standort:
Linkes Zentrum Lilo Herrmann